Universität Bonn

Agrar-, Ernährungs- und Ingenieurwissenschaftliche Fakultät

Sanfte Schubser für mehr Tierwohl
Sanfte Kaufanreize können bewirken, dass Kundinnen und Kunden öfter zu Lebensmitteln mit höheren Tierhaltungsstandards greifen. In diese Richtung deutet zumindest eine aktuelle Studie an der Universität Bonn. Die Forscherinnen nutzten als „Nudges“ zwei unterschiedliche Plakate zum Tierwohl-Label. Schon jedes Plakat für sich veränderte das Konsumverhalten von Testpersonen, die in einem virtuellen Supermarkt einkauften. Wurden beide Plakate kombiniert, war der Anteil der Produkte mit höheren Tierwohlstandards im Einkaufskorb am höchsten. Weitere Studien müssen noch klären, inwieweit sich die Ergebnisse auf reale Einkaufssituationen übertragen lassen. Die Studie ist im Journal of Behavioral and Experimental Economics erschienen.
Forschung zum Anfassen: Jugendliche erkunden die Landwirtschaft der Zukunft
Wie können wir eine wachsende Weltbevölkerung ernähren? Und welche Rolle spielen neue Technologien bei der Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme? Um Schülerinnen und Schülern innovative Ansätze in der Landwirtschaft näherzubringen, hat der Exzellenzcluster PhenoRob der Universität Bonn eine Schulklasse auf den Campus Klein-Altendorf empfangen. Einen Vormittag lang erhielten die Jugendlichen Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und lernten, wie Roboter, Drohnen und digitale Technologien die Landwirtschaft verändern.
Bonner Projekt für Bundespreis „Blauer Kompass“ nominiert
Das Forschungsprojekt „MisKaRe – Natürlicher Schutz vor Starkregen durch klimaangepasste Landwirtschaft“ der Universität Bonn ist für den Bundespreis „Blauer Kompass“ 2026 nominiert. Der Preis von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gilt als höchste staatliche Auszeichnung für Projekte zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen der Klimakrise. Jetzt entscheidet auch die Öffentlichkeit: Bis Dienstag, 23. Juni 2026, 23:59 Uhr, kann online für den Community-Preis abgestimmt werden.
Universität Bonn trauert um Altrektor Klaus Borchard
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn trauert um ihren ehemaligen Rektor Prof. Dr.-Ing. Klaus Borchard. Der Stadtplaner, Hochschullehrer und Wissenschaftsmanager ist heute im Alter von 88 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Universität eine herausragende Persönlichkeit, die ihre Entwicklung über viele Jahrzehnte mit großer Sachkenntnis, strategischem Weitblick und persönlichem Engagement geprägt hat.
Weniger Dünger dank smarter Allianzen
Pflanzen haben im Laufe der Evolution elegante Strategien entwickelt, um einem Mangel an Phosphat im Erdreich zu begegnen: Sie gehen Symbiosen mit Bodenpilzen ein. Diese Mykorrhizapilze versorgen ihre pflanzlichen Partner effizient mit Phosphat und weiteren lebenswichtigen Mineralien. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle haben jüngst gemeinsam mit Partnern der Universität Bonn einen molekularen Schalter entdeckt, der den Phosphatgehalt in der Pflanze erfasst und dann das Startsignal für oder gegen die Symbiose gibt. Dieser Signalweg könnte künftig genutzt werden, um Pflanzen zu befähigen, die Partnerschaft mit den Bodenpilzen auch dann einzugehen, wenn genügend Phosphat verfügbar ist. Die Studie in der renommierten Fachzeitschrift Science Advances bietet einen Lösungsansatz für ein langjähriges Problem in der Landwirtschaft und eröffnet neue Wege zur Reduktion von Düngemitteln.
Institut für Geodäsie und Geoinformation unterstützt Pflanzaktion in den Rheinauen
Zum 400-jährigen Jubiläum des Beethoven-Gymnasiums in Bonn unterstützt das Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn bei der Pflanzung des Schullogos in der Rheinauen.
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Neuer Sonderforschungsbereich "FoodDiverse" an der Universität Bonn eingerichtet
Ob Mangelernährung, ernährungsbedingte Krankheiten oder negative Auswirkungen auf die Umwelt: Unsere Ernährungssysteme sind weder nachhaltig noch ausreichend resilient. Ein vielversprechender Ansatz, um dies zu ändern, ist eine Diversifizierung der Systeme.
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