Ökolandbau-Tagung in Bonn sucht Antworten auf Widersprüche
Wie lässt sich Ökolandbau weiterentwickeln, wenn Ziele, Erwartungen und Rahmenbedingungen zunehmend in Spannung zueinanderstehen? Diese Leitfrage prägte die Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau (WITA 2026), die Anfang März 2026 an der Universität Bonn stattfand. Unter dem Motto „Widerspruch begegnen – viele Antworten, ein Ökolandbau“ kamen Forschende mit Akteurinnen und Akteuren aus Praxis, Beratung, Verbänden und Politik zusammen, um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für die Umsetzung zu entwickeln.
Wie real muss ein Supermarkt sein?
Forschende der Universität Bonn haben in einer Übersichtsstudie untersucht, mit welchen Methoden das Verbraucherverhalten in Supermärkten erforscht wird.
Neue Wege zum Umweltfrieden in Kolumbien
Neue und bestehende Technologien mit indigenen Wissenssystemen untersuchen und kombinieren – das ist das Ziel von „iakumama 2050”. Das neue Forschungsprojekt des Zentrums für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF) verfolgt das Ziel, Szenarien zu entwickeln, wie Mensch und Natur gemeinsam in Regionen leben können, die von bewaffneten Konflikten und Rohstoffabbau betroffen sind. Die VolkswagenStiftung fördert das Vorhaben, das im Juli 2026 beginnt und dann anderthalb Jahre gefördert wird.
Start-up Pheno-Inspect GmbH schließt erfolgreiche Finanzierungsrunde ab
Die Pheno-Inspect GmbH, ein AgTech-Start-up entstanden aus Forschungsarbeiten an der Universität Bonn, hat seine erste Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Neben der NRW.BANK und mehreren privaten Investoren über das Business-Angel-Netzwerk Companisto, ist auch einer der führenden Landmaschinenkonzerne, CLAAS, als strategischer Investor in das Unternehmen eingestiegen. Die Pheno-Inspect GmbH ist 2020 als Start-up der Universität Bonn von Dr. Philipp Lottes und Prof. Dr. Cyrill Stachniss (Institut für Geodäsie und Geoinformation und Exzellenzcluster PhenoRob) gegründet worden.
Der Schutz des Regenwaldes ist schlecht für die Wirtschaft!?
Gewalt, organisiertes Verbrechen und Gesundheitsprobleme: Diese Themen kommen einem nicht sofort in den Sinn, wenn man an den brasilianischen Regenwald denkt. Die Abholzung der Bäume setzt nicht nur gespeichertes Kohlendioxid frei und dezimiert die Artenvielfalt. Die Zerstörung des Regenwaldes hat viele verschiedene Auswirkungen: Gustavo Magalhães de Oliveira und Yannic Damm vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik der Universität Bonn haben Gewalt und Atemwegserkrankungen als Folgen der Abholzung untersucht. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutieren die Wissenschaftler mit Moderator Denis Nasser die These „Regenwaldschutz ist schlecht für die Wirtschaft“.
Schon schön, wenn er nicht völlig krumm ist
Seit vielen Jahren organisieren der Verein Naturschutz und Landschaftsökologie (NaLa e.V.) und die Agrar-, Ernährungs- und Ingenieurwissenschaftliche Fakultät der Uni Bonn ihre Weihnachtsbaum-Aktion. Fichten und Kiefern aus der Eifel werden dann an Weihnachtsbaum-Fans abgegeben. Wer einen Baum mitnimmt, gibt eine freiwillige Spende. Alles, was zusammenkommt, geht an Sozial- und Umweltprojekte in der Region.
Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel
Eine kurzzeitige Haferkur scheint den Cholesterinspiegel überraschend stark senken zu können. In diese Richtung deutet eine Studie der Universität Bonn, die jetzt in der Zeitschrift Nature Communications erschienen ist. Die Versuchspersonen litten am metabolischem Syndrom - einer Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten. Sie nahmen zwei Tage eine kalorienreduzierte Kost zu sich, die fast ausschließlich aus Haferflocken bestand. Gegenüber einer Kontrollgruppe verbesserten sich ihre Cholesterinwerte daraufhin deutlich. Selbst nach sechs Wochen ließ sich dieser Effekt noch nachweisen. Offenbar beeinflusste die Diät die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm. Die von ihnen produzierten Stoffwechselprodukte scheinen maßgeblich zu den positiven Wirkungen beizutragen.
Universität Bonn eröffnet eigenen Supermarkt
Die Universität Bonn hat ihren eigenen Supermarkt eröffnet. Ananas, Dosentomaten und Semmelknödel sind dort ordentlich in schwarzen Regalen aufgereiht. Auf 55 Quadratmeter Fläche ist so ziemlich alles für den täglichen Bedarf zu haben. Die “Kundschaft” ist jedoch eine ganz besondere: Es handelt sich um Probandinnen und Probanden, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen. Forschende aus der Lebensmittel- und Ressourcenökonomik, Psychologie, Ökonomie und Verhaltensforschung untersuchen dort, wie sich etwa durch Produktplatzierung und andere Anreize Impulse für einen gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierten Einkauf setzen lassen. Auch Roboter zeigen dort ihr Können.