Die Auszeichnung würdigt Matthias Wissuwas Arbeit zum Verständnis, wie die Wurzeln es den Pflanzen ermöglichen, auf nährstoffarmen und ökologisch schwierigen Böden zu gedeihen. In seiner Forschung verbindet er Grundlagenforschung in den Bereichen Pflanzenbiologie, Genetik und Physiologie mit der praktischen Züchtung von Nutzpflanzen in Zusammenarbeit mit Institutionen in Entwicklungsländern.
Über mehrere Jahrzehnte hinweg hat er maßgeblich zu unserem Verständnis der Phosphoreffizienz, der Wurzelarchitektur, der Trockenheitstoleranz, der Toleranz gegenüber Eisenvergiftung und der Nährstoffaufnahme - vor allem bei Reis - beigetragen und dabei geholfen, wichtige genetische Faktoren zu identifizieren, die es Nutzpflanzen ermöglichen, unter Stressbedingungen bessere Leistungen zu erbringen. Seine Arbeit zur Phosphormangeltoleranz hat zu Züchtungsstrategien beigetragen, mit denen die Ertragsleistung von Nutzpflanzen auf wenig fruchtbaren Böden verbessert werden kann.
Matthias Wissuwas Grundlagenforschung kommt insbesondere der Landwirtschaft in Entwicklungsländern zugute. Im Rahmen von Kooperationen in Asien und Afrika hat er daran gearbeitet, Pflanzensorten zu entwickeln, die besser an die lokalen Bedingungen angepasst sind und er hat den Aufbau wissenschaftlicher Kapazitäten sowie internationale Forschungspartnerschaften gefördert. Seine Forschung unterstreicht das Potenzial der Wurzelforschung für die Bewältigung globaler Herausforderungen in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherheit.
Die AEI-Fakultät gratuliert Matthias Wissuwa zur Auszeichnung.