Universität Bonn

Agrar-, Ernährungs- und Ingenieurwissenschaftliche Fakultät

"Beeindruckendes Forschungsspektrum"
Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen hat den Nachhaltigkeitscampus der Universität Bonn, den Campus Klein-Altendorf (CKA), besucht. Im Zentrum der Gespräche standen die Erfolge der Exzellenzuniversität in der Forschung an nachwachsenden Rohstoffen und die transdisziplinäre Ausrichtung der Forschungsvorhaben. Neben nachhaltigen und recycelbaren Baustoffen und ressourcenschonendem Gemüse- und Obstanbau ohne Torf, präsentierte auch das Exzellenzcluster Phenorob seine Entwicklungen im Schnittbereich von Landwirtschaft und Robotik.
Ackerbau-Studie mit unerwartetem Ergebnis
Landwirt*innen bauen nach der Ernte im Herbst meist sogenannte Zwischenfrüchte an. Diese verhindern die Erosion und die Auswaschung von Nährstoffen. Zudem stabilisieren sie mit ihren Wurzeln das Bodengefüge. Bislang nahm man an, dass Mischungen aus mehreren verschiedenen Zwischenfrüchten zu einer besonders intensiven Durchwurzelung führen. Eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn, Kassel und Göttingen findet dafür jedoch nur bedingt Belege. Stattdessen bilden die Mischungen dünnere Wurzeln, als wenn nur eine einzelne Zwischenfrucht-Art angebaut wird. Das Ergebnis ist unerwartet. Es dokumentiert, wie wenig die Interaktionen von Pflanzenwurzeln bislang verstanden sind. Die Studie ist in der Zeitschrift „Plant and Soil“ erschienen.
Studie fordert Nachbesserung beim Klimaschutz
Projekte, die die Abholzung von Wäldern reduzieren, verkaufen oft Emissionsgutschriften - zum Beispiel an Verbraucher, die Flugtickets erwerben. Über 90 Prozent dieser Projektgutschriften gleichen jedoch die Treibhausgasemissionen nicht wirklich aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande), der Universität Bonn, der University of Cambridge (Vereinigtes Königreich) und des European Forest Institutes in Barcelona (Spanien). Sie wurde beispielhaft für 26 Projekte in sechs Ländern durchgeführt. Die Ergebnisse sind nun im renommierten Journal Science erschienen.
Das Gülle-Experiment: So stinkt es weniger!
Der YouTube Kanal „Lokalzeit Land.Schafft.“ des WDR hat am 13.08.2023 ein Video zu dem Forschungsprojekt SAFT zur stallinternen Flüssigmistansäuerung veröffentlicht. In dem Video erklärt Dr. Veronika Ebertz wie es zur Ammoniak- und Methanminderung durch das Verfahren kommt. Außerdem wird die im Rahmen des Projektes entwickelte Ansäuerungstechnik in einem Schweinestall vorgestellt.
Ausmaß weltweiter Dürren in ungekannter Detailtreue
Extreme Hitze und langanhaltende Dürren, anderswo Überflutungen: Insgesamt schwankt die kontinentale Wassermenge so stark, dass es auch zu deutlichen Fluktuationen des globalen Meeresspiegels kommt. Forschende der Geodäsie an der Universität Bonn haben durch die Kombination aus dem hydrologischen Modell WaterGAP mit GRACE-Satellitendaten einen neuen Datensatz erstellt, der die zeitlichen Veränderungen der Gesamtwasserverteilung auf den Landflächen der Erde über die vergangenen 20 Jahre genauer als alles bislang dagewesene darstellt. Die Ergebnisse werden nun im Journal of Geodesy vorgestellt.
Ute Weisz erhält den Lehrpreis der Universität Bonn
14 Lehrende der Universität Bonn sind für ihr Engagement in der Lehre mit den Lehrpreisen der Universität ausgezeichnet worden. Ausgewählt wurden die sechs Dozentinnen und acht Dozenten von den Studierenden selbst. Die feierliche Urkundenübergabe durch den Prorektor für Studium, Lehre und Hochschulentwicklung, Prof. Dr. Klaus Sandmann, fand im Rahmen des Bonner Universitätsfests vor über 4.000 Teilnehmenden auf der Bonner Hofgartenwiese statt.
Wer Bioökonomie einführen will, muss Menschen mitnehmen
Um globale Herausforderungen wie den Klimawandel, die wachsende Weltbevölkerung und den Verlust von Ökosystemen zu bewältigen, sind innovative Wege der Produktion gefragt. In diesem Zusammenhang sind Strategien für eine nachhaltige Bioökonomie, die verstärkt auf den Einsatz regenerativer Rohstoffe setzen, in Europa und auch weltweit auf der politischen Agenda. Bei der Umsetzung solcher Strategien ist es wichtig, die betroffene Bevölkerung „mitzunehmen“. Das ist Ergebnis einer Studie, die jetzt drei Forscherinnen vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik der Universität Bonn im Fachjournal Technology in Science veröffentlicht haben.
Über 10,5 Millionen Euro für bessere Luft im Stall
Bei der Nutztierhaltung entstehen gesundheits- und klimaschädliche Gase. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die diese Emissionen reduzieren sollen. Wie wirksam sie sind, lässt sich aber oft nicht genau sagen. Grund: die Menge der Schadgase genau zu erfassen, ist bislang aufwändig, teuer und zeitintensiv. Ein deutschlandweites Verbundprojekt will das ändern. Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung fördert das Vorhaben mit 10,5 Millionen Euro. Die Förderurkunde wurde gestern in Potsdam durch Landwirtschaftsminister Cem Özdemir übergeben. Die entwickelten Methoden sollen unter anderem dabei helfen, besonders effiziente Verfahren zur Emissions-Reduktion zu identifizieren.
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